Volle Ladung mit Erfolg

Anwenderbericht

20.10.2019 / Warschau / Polen
ROHLIG SUUS ist einer der drei größten Logistikdienstleister Polens. Für den Warenumschlag in seinen Lagern und Cross-Docking-Terminals ist seit 2013 eine eigene batteriebetriebene Gabelstapler-Flotte im Einsatz – oftmals rund um die Uhr. Fast alle Gabelstapler haben daher zwei Batterien, die von Anfang an mit Selectiva-Ladegeräten von Fronius geladen wurden. Der geregelte Ladeprozess schont die Akkus und sorgt für eine lange Verfügbarkeit. 
Dank des standardisierten Ladeprozesses kann jeder Akku durch jedes Selectiva-Gerät geladen werden.
Online-Handel und E-Commerce haben die Logistik revolutioniert und die Prozesse im Lager deutlich verändert: Die Abläufe werden komplexer, die Anzahl der Paketsendungen unterschiedlichster Größe wächst permanent, und alte Vertriebswege wie Einzelhändler und Großhändler fallen oftmals weg. Damit steigen nicht nur unvorhersehbare Retouren-Aufträge, auch die Kunden haben immer höhere Erwartungen an Liefergeschwindigkeit und Zustellzeitpunkt. Zusätzlicher Aufwand entsteht durch grenzübergreifende Warenlieferungen. Um diese Anforderungen zu meistern, lagern Unternehmen Logistikprozesse zunehmend aus. Dies erklärt das Wachstum, das ROHLIG SUUS, ein führender Logistikdienstleister aus Polen, in den letzten Jahren verzeichnet. Ein weiterer Grund ist die Investition in moderne Transport-Management-Systeme, die den Workflow unternehmensübergreifend effizient und transparent machen und die Lieferkette digitalisieren.

Erfolgreiche Unternehmensgeschichte

Die Geschichte von ROHLIG SUUS beginnt lange vor dem Online-Handel. 1990 wurde ROHLIG Polen gegründet. Mehrheitsgesellschafter war damals die deutsche Firma ROHLIG & CO, die sich mit der polnischen Tochter auf See- und Luftverkehrsdienste fokussierte. Im Jahr 2002 überschritt der Umsatz des Unternehmens erstmals 100 Millionen Zloty (damals rund 25 Millionen Euro). Das Wachstum setzte sich fort und der Wunsch nach einer neuen Strategie wuchs. ROHLIG Polen plante sich umfassend in allen Bereichen der Logistik zu entwickeln, was jedoch gegen die Pläne des deutschen Anteilseigners war. Tadeusz Chmielewski, seit 2003 Vorstandsvorsitzender und Minderheitsaktionär, übernahm 2006 durch ein Management-Buy-out das Unternehmen, benannte es 2009 in ROHLIG SUUS Logistik (RSL) um und etablierte eine neue Unternehmensstrategie. Durch die Implementierung einer neuen IT-Infrastruktur und automatisierter Prozesse entwickelte sich RSL zu einem modernen Logistik-Dienstleister weiter. 2013 trieb Chmielewski die Expansion in den Osten voran. Er eröffnete ein Büro in Russland und bietet seit dem unter dem Namen GoEast ein breites Dienstleistungspaket für den Export in den Osten an. Darüber hinaus beteiligt sich das Unternehmen aktiv an der Initiative "Poland Go Global" und unterstützt polnische Unternehmen bei der Expansion in ausländische Märkte weltweit. 

Rund 200.000 Quadratmeter stehen ROHLIG SUUS für seine Logistik-Dienstleistungen zur Verfügung.
Heutzutage erwirtschaften rund 1.400 Mitarbeiter einen Umsatz von knapp zwei Milliarden Euro. Die Schwerpunkte liegen auf der Kontraktlogistik, der See-, Luft-, Straßen- und Schienenbeförderung sowie auf intermodalen Frachttransporten, Projektladungen und Zolldiensten. Verteilt auf mehrere Logistikzentren und Hubs verfügt RSL über 200.000 Quadratmeter Lagerfläche.

Auf Nummer sicher gehen

2013 entschied sich das Management, in eine eigene Gabelstapler-Flotte zu investieren. Mit der Anschaffung der elektromotorisch angetriebenen Stapler startete auch die Zusammenarbeit mit Fronius, die Ladegeräte der Selectiva-Familie für das Laden aller Stapler-Batterien empfahlen. „Wir waren das erste große Unternehmen in Polen, das diese Technologie nutzte“, erinnert sich Robert Beliniak, Warehouse und Terminal Manager bei ROHLIG SUUS Logistik.

Kompakt und immer bereit, warten die Selectiva-Ladegeräte bei ROHLIG SUUS Logistik auf leer gefahrene Batterien.
Warum sich RSL für die Fronius-Geräte entschieden hat, erklärt der Manager umgehend: „Unsere Stapler sind teilweise 24 Stunden am Stück im Einsatz. Wir brauchten einen zuverlässigen und schonenden Ladeprozess, um Batterieschäden zu vermeiden und um die Verfügbarkeit unserer Staplerflotte hoch zu halten.“ 
Die Herausforderung bei einer großen Flotte von 170 Staplern in 17 Warenlagern, ist der Einsatz unterschiedlicher Fahrzeugarten, und damit auch verschiedener Batterien mit unterschiedlichen Spannungen und Kapazitäten. Konventionelle Ladegeräte benötigen eine eingestellte Batteriekapazität, damit die Ladekennlinie entsprechend abgestimmt ist. Das bedingt eine feste Zuordnung von Ladegerät und Batterie und kann bei falscher Kombination eine teure Fehlerquelle sein. Fronius löst mit der Selectiva-Familie dieses Problem auf intelligente Art und Weise: Eine automatische Spannungserkennung erlaubt das Laden von Batterien mit unterschiedlichen Nennspannungen. Bedienfehler in Form einer falschen Belegung sind nahezu ausgeschlossen. Zudem ist der Betreiber mit einer Standardisierung der Ladetechnik auf künftige Veränderungen bestens vorbereitet: Bei Erweiterungen oder Umbauten sind nicht nur die Geräte einheitlich, sondern auch Anschlüsse und Infrastruktur. 

Effizient durch Ri-Ladeprozess

Der technische Fortschritt der Fronius-Geräte liegt im Ri-Ladeprozess: Im Gegensatz zu herkömmlichen Technologien folgt dieser keiner starren Kennlinie. Stattdessen generiert sich diese aus dem Innenwiderstand (Ri) der Batterie, der unter anderem von deren Spannung, Kapazität und Ladezustand abhängt. Jeder Ladevorgang ist durch seine individuelle Kennlinie einmalig. Dadurch reduzieren sich Verluste während der Hauptladephase, welche die Energiebilanz verschlechtern sowie zur schädlichen Erwärmung der Batterie führen.  

Der Ri-Ladeprozess ist darüber hinaus deutlich effizienter: Mit der intelligenten Ladetechnologie erreicht Fronius einen Ladewirkungsgrad von 90 Prozent. Zusammen mit dem Gerätewirkungsgrad von 93 Prozent ergibt sich von der Steckdose bis zum Flurförderzeug ein Gesamtwirkungsgrad von 84 Prozent. Wieviel ROHLIG SUUS Logistik im Vergleich zu anderen Ladeverfahren spart, kann Beliniak nicht sagen. „Unsere Batterieräume haben keine eigenen Stromzähler, und die Staplerflotte unseres Unternehmens nutzte die Fronius-Ladegeräte von Anfang an. Insofern haben wir keine genauen Daten über mögliche Einsparungen.“ Ihm fällt allerdings auf, dass die Batterien während des Ladens nicht so stark überhitzen. „Die Temperatur während des Ladens beeinflusst die Lebensdauer einer Batterie entscheidend: Je weniger Überhitzung, desto länger die Lebensdauer“, erklärt der Manager. Die schonende und angepasste Ladung erhält die Kapazität der Batterien und verlängert ihre Brauchbarkeitsdauer. Beliniak schätzt auch die Datendokumentation der Selectiva-Geräte, durch die er und seine Kollegen den ordnungsgemäßen Ablauf des Batterieladevorgangs überprüfen können.

  Der standardisierte Ladeprozess vereinfacht auch den Anschluss der zu ladenden Batterien: Um einen Akku zu laden, muss der Staplerfahrer nicht mehr eine bestimmte Ladestation aufsuchen, sondern kann ihn einfach an dem nächstgelegenen Ladegerät anschließen. Durch die kompakten Abmessungen der Selectiva-Geräte kann RSL die Ladezonen für seine Gabelstapler leichter organisieren. Sollte ein Gerät einmal defekt sein, lässt es sich problemlos und schnell reparieren oder ersetzen. „Glücklicherweise passiert dies selten,“ weiß Beliniak.  

Der Warehouse Manager ist von der Fronius-Technik überzeugt und will auch zukünftig alle Gabelstapler mit Selectiva-Ladegeräten, „die normalerweise nicht zum Standard-Lieferumfang des Gabelstaplers gehören“, ordern.