Wie Sie auch im Winter von Sonnenstrom profitieren

Blog

26.01.2020
In der Regel produziert die Solaranlage rund drei Viertel ihrer Erträge im Frühjahr und Sommer, da auf die Wintermonate weniger Sonnenstunden entfallen. Jedoch lässt sich auch in der kalten Jahreszeit eine beachtliche Menge an Sonnenstrom erzeugen. Erfahren Sie hier wie der Wirkungsgrad sogar noch gesteigert werden kann:

Die Ausrichtung der Anlage optimieren

Bei der Wahl der optimalen Anlagenposition ist vor allem die regionale Wetterlage entscheidend. (da der Sonnenstand im Tages- und im Jahresverlauf nie konstant bleibt)

Die höchsten Erträge können dann erzielt werden, wenn die Sonnenstrahlung senkrecht auf die Solarzelle trifft. Demnach gilt es sich zu entscheiden ob die Ausrichtung Sommer optimiert erfolgt oder alle Jahreszeiten berücksichtigt.

Höherer Wirkungsgrad durch kühlere Solarzellen

Entgegen der Annahme sinkt der Wirkungsgrad von Solarmodulen bei zunehmenden Temperaturen. Pro Grad Temperaturanstieg verringert sich der Wirkungsgrad hierbei um ca. 0,35 bis 0,45 Prozent. Dies hat zur Folge dass bei tiefstehender Sonne an warmen Frühlingstagen der Ertrag höher sein kann als an heißen Sommertagen.

In höheren Regionen kann dieser Effekt sogar im Winter erzielt werden, da die Luft dünner ist und so die UV-Strahlung intensiver durchdringt.

Schnee auf den Modulen

Auch bei Schneefall ist Ihre PV-Anlage bestens gerüstet – reguläre Solarmodule halten einen Druck von 2400 Pascal (entspricht 240 kg/m2) problemlos stand. Für Regionen mit erhöhter Intensität gibt es sogar Module welche mit 8000 Pascal belastbar sind.

Bei geneigten Dächern rutscht der Schnee jedoch ohnehin sehr schnell von alleine ab - lediglich bei Flachdächern gilt es bei starkem Schneefall die Traglastreserve im Auge zu behalten um die Statik nicht zu gefährden.

Wussten Sie, dass selbst durch eine 15 cm dicke Schneedecke noch ausreichend Sonnenlicht durchdringt um Strom zu produzieren?

 

Trotz Schnee auf den Modulen kann immer noch diffuses Licht auf die Module treffen und so Strom fließen.
Bei einem Ausrichtungswinkel von 30 bis 35° rutscht der Schnee ohnehin zügig ab. Dies wird noch zusätzlich beschleunigt durch die Wärme, welche entsteht sobald ein kleiner Teil des Paneels freiliegt.